Pia Piaggio sucht Bücher

Verständlicherweise interessieren Pia Piaggio die Orte im Second Life, an denen es um Literatur und Bücher geht, ganz besonders. Groß ist das Angebot an deutschsprachigen Communitys zu diesem Thema jedoch nicht gerade. Unter dem Suchbegriff „Bücher“ erscheinen ganze vier Orte, von denen einer derzeit nicht zugänglich ist.

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Literarisches Brachland

Zum Suchwort „Literatur“ gibt es gar nur zwei Einträge, zu „Lesung“ einen und zu „lesen“ gar keinen. Da sich das ausufernde Thema Literatur im Second Life so übersichtlich darstellt, möchte ich kurz auf alle drei Locations eingehen, die sich um virtuellen Lesestoff kümmern. Die Literaturgruppe „Brennende Buchstaben“ um Zauselina Rieko herum betreibt das KafeKrümelkram mit Bibliothek und Lesebühne im Apfelland Airport 1. „Event Island“ ist eine Kultur-Sim, wo unter anderem Sameja Lomba ihre Literaturburg bewohnt. Bisher noch nicht aufgeführt im Verzeichnis ist die Siersburg in Saarlouis, die sich seit einigen Monaten mit einem prallen Programm an Lesungen einen guten Ruf macht. Und schließlich gibt es noch „Pegasus”, von dem gemunkelt wird, dort gäbe es begehbare Gedichte.


Pegasus

BukTom Bloch

„Echt wahr?“, staunt Pia. „Also Verse von anmutender Lyrik, in die ich hineinschweben kann, eintauchen, mich baden in erfrischendem Jambus, oder auch abtauchen vor schwermütigen Wahrheiten, mich nach unten ziehend mit all ihrer magischen Kraft von einzelnen Buchstaben, die ein Wort ergeben?“, fragt sie und ich glaube, das ist die längste Frage, die mir jemals gestellt wurde. Weia, Pia, das geht ja schon gut los. Also letztendlich weiß ich ja auch nicht, was uns auf Pegasus erwartet. Es ist ein Projekt von BukTom Bloch , das unter dem Motto Freie Bücher für Second Life steht. In seinem RL heißt er Burkhard TOMM-BUB, wie dem Lebenslauf auf seiner Homepage zu entnehmen ist. Er ist Sozialarbeiter und Erzieher, Autor von Gedichten, Glossen und Geschichten, Fotograf, Künstler, engagiert sich sehr für gemeinnützige Zwecke, wie seine Linksammlung unschwer verrät, und empfindet „…..Frauen angenehmer als Männer…“. „Ein wahrer Frauenliebhaber also“, reduziert Pia seine zahlreichen Aktivitäten und freut sich schon auf einen romantischen Ausflug.


Morgensonne

Mit aufgehender Sonne, die sich in der mattschwarzen Fassade der Vision Gallery spiegelt, kommt Pia Piaggio in Pegasus an.


Burghof

Sie landet im Burghof, der von zahlreichen Aufstellern flankiert wird.


Verse

Fast schon ehrfurchtsvoll liest Pia die ersten lyrischen Zeilen ihres Avatarlebens. „Ist das eine Gedicht?“, will sie wissen. Ich lese ebenfalls. Kein Titel, kein Verfasser. Ich vermute, das sind fünf kurze Lebensweisheiten, von wem, weiß ich nicht. Ist aber auch egal. Mir gefällt diese besonders: „Wer Bäume setzt, obwohl er weiß, dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat zumindest angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen“. Pia nickt. „Der Spruch ist schön. Aber hier in mein virtuelles Leben im Second Life passt der besser: „Der Strom der Wahrheit fließt durch Kanäle von Irrtümern“. Auch nicht schlecht.


UN Charta

Über uns dreht sich ein an Rizzi erinnernder Würfel mit der Willkommens-Notecard. Mit einem Touch landet sie in Pias Inventar und so bekomme ich erstmals die UN-Charta der Menschenrechte von 1948 auf meinen Rechner. Ich kopiere den Text in ein Word Dokument und speichere es in meinem Ordner „Infos_Dies und das“ ab. Werde ich mir später in Ruhe durchlesen. Pia hat mich bei der ganzen Aktion arglistig beobachtet und quäkt nun: „Was für eine Charta war das gleich? Für die Menschenrechte? Die existieren doch per se, oder nicht?“ Mitnichten, liebe Pia, schön wäre es. „Aber Regeln als solche“, wendet Pia nun ein, „provozieren doch, dass sie gebrochen werden.“ Stimmt genau. Deshalb macht Obama ja jetzt auch einen auf Nudge. Vielleicht sollte man diese Charta in Ihrer Formulierung einfach mal dahin gehend überarbeiten. Aber das nur am Rande. Immerhin habe ich jetzt hier mal die alte Charta vor Augen bekommen, was im Grunde schon der Nudge-Effekt , also ein Anstoß in eine bestimmte Richtung ist, den BukTom hier eingebaut hat.


Menschenrechte

Ebenfalls zu bewundern ist eine Skulptur zur Deklaration der Menschenrechte. „Du, dem BukTom, dem geht’s hier um was“, wirft Pia mir über die Schulter zu. So langsam entwickelt sich bei mir auch eine Ahnung, warum er Frauen angenehmer als Männer empfindet. „Ist doch klar“, meint Pia forsch, „die sind einfach nicht so aggressiv wie Männer.“ Na ja, oder zumindest anders aggressiv. Aber das soll BukTom mal schön alleine durchargumentieren.


Bloch

Pia schlendert weiter zu einem übergroßen THINC-book, das auf dem Burgrasen steht. „Flamme bin ich sicherlich von BukTom höchstpersönlich“, liest sie den Titel vor und schlägt das schön gestaltete Cover auf.


Paarung

BukTom stellt darin eigene lyrische Zeilen Klassikern wie Nietzsche oder Goethe gegenüber. „Ein klarer Verweis auf die Inspiration seines Gedichts“, fasst Pia das Konzept zusammen.


Pia RL

In einem weiteren THINC-book hat BukTom seine Ausstellung Im Tal der künstlichen Körper dokumentiert, die im ganz realen Leben stattfand. Pia blättert über die Menüfunktion unten links ein wenig in dem Buch herum und besucht so gesehen virtuell die Ausstellung in Ludwigshafen.


Burg

Dann stapft sie Richtung Burgeingang B, der in die heilige Bücherhalle der Religion, Philosophie, Esoterik und Natur führt. „Hier scheint es eine Menge an Büchern zu geben!“, mutmaßt sie und hat damit in der Tat sehr recht.


Bücherrampe

Die Bücherrampe gleich gegenüber enthält eine Notecard zum Gesamtverzeichnis. Immerhin knapp 120 Bücher hat BukTom hier schon virtuell verwurstet. „Was heißt das?“, hakt Pia bei meiner saloppen Formulierung nach. Natürlich herrschen in einer virtuellen Bibliothek eigene Notwendigkeiten und ein Buch ist eben kein gedrucktes Handexemplar, das man aus dem Regal ziehen und durchlesen kann. Insofern muss man den Inhalt auf das Medium Second Life adaptieren, das meine ich mit verwursten. „Jetzt kann ich dir ehrlich gesagt nicht mehr ganz folgen“, gesteht Pia ein, die ja gar nicht weiß, wie ein reales Buch aussieht. Alles ein wenig verwirrend und so schlage ich vor, eines nach dem anderen zu erkunden.


Verzeichnis

In einem vierseitigen Verzeichnis, „…. das auch Newbies lesen können….“, ist die Sammlung sorgfältig aufgelistet: Titel, Autor, Anzahl an Notecards zu dem Buch, Genre, Standort innerhalb der Burg-Bibliothek und Bemerkungen sind zu allen Titeln notiert.


Rechtsfrei

Archiviert sind copyrightfreie oder freigegebene Werke. „Ganz schön viel Arbeit, die aufzustöbern“, bemerkt Pia dazu.


Gedichtautomat

Viel liebevolle Arbeit steckt in dem ganzen Projekt. „Oh yeah, da gibt es den Gedichtautomaten Schöne Träume völlig kostenlos, aber nicht umsonst, wie BukTom verspricht“, jauchzt Pia und schiebt den Gedichtautomaten in ihr Inventar. „Muss ich später mal rezzen“, faselt sie, wie sie es immer tut, wenn sie ihr Inventar stopft. Regelmäßig vergisst sie es dann auch. Aber egal. Im SL geht ja normalerweise nichts verloren.


Radiomagie

Bevor sie sich nun endlich in die Bücherhallen wagt, ruht sie sich noch einen Moment am Magic Radio aus. Die Zauberkugel enthält verschiedene Radiosender, die man sich einstellen kann. Sie lauscht ein wenig und zappt sich durch die virtuellen Sender. Dann macht sie sich in die Bibliothek auf.


Heilige Hallen

Sortiert nach den unterschiedlichen Gebieten erstreckt sich die Sammlung auf drei Stockwerke und ein Nebengebäude.


Klassik

Schlichte Regale sind mit herrlichen orientalischen Teppichwebarbeiten kombiniert – Klassik und Moderne befinden sich rein optisch schon mal im Einklang.


Buchexemplar

Die virtuellen Bücher stehen wie Ausstellungsstücke auf den Regalbrettern. Einige sind aufgeschlagen, manche haben ein Cover, anderen fehlt es noch, aber alle sind sie mit der Pegasus-Registrierkarte versehen, die den Titel und Autor trägt. Durch Anklicken holt sich Pia den Inhalt aus dem Fundevogel der Gebrüder Grimm. Das Buch enthält eine Notecard, die den Inhalt zusammenfasst und über den Autor informiert. Manche Bücher bestehen aus mehreren Notecards, in denen dann außerdem Rezensionen oder Kommentare zu lesen sind. „Also, das virtuelle Buch ist im Prinzip eine Schachtel mit der Textur vom Cover und dem Inhalt als Notecards“, schlussfolgert Pia ziemlich korrekt. „Und wenn man dann ein Script reingibt, fängt es wie ein Film an zu laufen“, kichert sie noch, was ich einen recht visionären Scherz finde.


Rohlinge

Einige Regale weiter stehen Rohlinge, von denen Pia sich gleich einen schnappt und behauptet, den könne sie mit eigenen Inhalten füllen. So eine Art Tagebuch also? Schön gebunden und nett zu beschreiben? Pia nickt nachdrücklich. So etwas sei das. Na gut, wegen mir.


Lyric

Ins erste Obergeschoss führt wahlweise eine Treppe oder das Teleportsystem. Die faule Pia wählt Letzteres und bekommt die verschiedenen Regionen von Pegasus angeboten. „Ach, das hatte ich schon ganz vergessen, wir wollten doch den Lyric Sky Walk machen“, fällt ihr ein, als sie das Teleportangebot sieht. Stimmt, auch ich erinnere mich. Wie schnell man im virtuellen Leben doch abgelenkt wird, auf Umwege gerät, seinen Pfad aus den Augen verliert. Ich wähle also die Region der begehbaren Gedichte aus und soll dann „beam“ klicken, um Pia zu teleportieren. „Na drück schon!“, fordert sie mich ungeduldig auf. Ja toll, Pia, wo denn? Ich klicke und klacke und finde keine Beam-Option. „Och schade“, jammert Pia, „die hätte ich so gern mal besucht.“


Diashow

Statt dessen schauen wir uns Bilder von BukTom an, die er als Diashows auf grünem Rasen vor der Kulisse des mächtigen Pegasus-Gebirges präsentiert. Pia kann sie ganz leicht per Mausklick weiterschalten.


Bilder

„Interessante Arbeiten“, fachsimpelt sie, „ rechts die ist ganz klar durch Spiegelung entstanden. Wahrscheinlich eine Computergrafik, vielleicht eine gescannte Struktur, nachbearbeitet mit Farbton und -sättigung probabel im Photoshop.“ Uffzz, was davon wohl der Künstler hält. Pia plappert ungebremst weiter.


Computergrafik

„Hier handelt es sich ganz klar um die Abfotografie hängender Bilder, die eventuell per Rechner in eine serielle Anordnung gebracht wurden und dann partiell per Filter verfremdet wurden“, schwafelt sie weiter und es dauert eine ganze Weile, bis ich sie fortzerren kann, so sehr geht sie in der Bildbetrachtung auf. „Klasse Bilder“, fasst sie schließlich zusammen und stakst in Richtung Vision Gallery.


Gallerie

Entgegen meiner Hoffnung schält sich dort jedoch auch beim Näherkommen nichts aus den grauen Flächen hervor.


Visionen

„Das ist ja total leer hier drinnen“, hallt Pias Stimme durch den riesigen Raum. Ist ja auch ganz schön viel Arbeit, so eine Vision Gallery zu füllen. „weißt du, was ich glaube, Stephy?“ Pia winkt mich verschwörerisch heran und flüstert dann: „Hier geht im Moment nicht viel ab. Vielleicht steckt der BukTom in einem Motivationsloch. Der hatte doch so Zoff mit Zause und einigen anderen, weißt du nicht mehr? Und vielleicht schiebt er jetzt ein wenig Frust.“ Soso. Typischer SL-Klatsch und Tratsch, den Pia mir da gerade verklickern will. Vielleicht hat BukTom aktuell auch einfach nur wenig Zeit für sein virtuelles Projekt. Kennen wir ja alle zu Genüge. Gerade im Moment geht es mir beispielsweise genauso.


Modernistisch

Drum schnappe ich mir die Pia und verfrachte sie in den modernistischen Pavillon, der im zartrosigen Abendlicht daliegt. „Musst du wirklich schon ins RL?“, fragt Pia ein wenig rührselig. Ja, ich muss. Das war ein interessanter Ausflug ins virtuelle Literaturgeschehen, aber jetzt holen mich ganz reale Aufgaben da raus. „Ja“, säuselt Pia Piaggio, „ein echt nettes Plätzchen haben wir hier gefunden. Die begehbaren Gedichte werden wir schon auch noch aufspüren“, hofft sie.


Pegasus bei Nacht

Derweil ist die Sim in nächtliche Gridfinsternis getaucht. Die Sterne funkeln und Kenner der Astrologie sehen dort vielleicht Pegasus, wie es als kraftvolles Pferd über den Nachthimmel jagt.

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Kommentare

  1. BukTom Bloch says:

    Hola Stephanie !

    Dank für den freundlichen und informativen Artikel, der mir aber zugleich auch einige Punkte aufzeigt, an denen ich es noch besser machen kann !
    Zuerst einmal tut es mir leid, daß Pia „LyrikWalk“ nicht erreichen konnte.
    Woran genau es gelegen hat, ist mir nicht ganz klar- vielleicht ist Pia einfach zu professionell …
    Denn falls nicht SL gerade einmal lagged (äußerst selten und völlig unwahrscheinlich, ich weiß es ja !), so genügt eigentlich nach der Auswahl im Teleporter- Menü ein einfacher weiterer Klick auf das sich aufgebaut habende, irisierende Feld und schon ist man am Ziel. Weitere „beam-optionen“ oder ähnlich sind da irgendwie gar nicht fachfrauisch zu konfigurieren …
    Fliegen wäre auch möglich gewesen. Es sind 777 Meter immer geradeaus nach oben. Pia hätte das bestimmt geschaftt (hätte ich genügend Hinweise dazu aufgebaut). Ich selbst verfliege mich allerdings immer mal, oder stoße mir den Kopf an…
    Hinweise darauf zu erstellen und die Anschaffung eines landmark- givers setze ich dann mal umgehend auf die mental- virtuelle Agenda !
    Überhaupt ist Pia glaube ich in manchen Punkten zu gut erzogen. Neulinge klicken ja ohnehin immer mal gerne überall herum – und alte virtuelle Hasen auf Projektgeländen ebenso, weil sie wissen, daß Projektleiter sämtlichst entweder zu bequem, zu sehr von sich überzeugt, oder zu schusselig sind, um alle nötigen Hinweisschilder aufzustellen.
    So wäre es nämlich bei den anfänglichen Zitaten gewesen- bei wüster Klickerei hätte sich das Buch (den es war gar kein simpler Aufsteller) nämlich umgeblättert und weitere Zitate, sowie den Verfasser offenbart … :-)
    Bevor ich aber allzusehr ins Plaudern gerate: Darf ich noch ein paar ergänzende Infos im Telegrammstil aufzählen ? Falls ja- hier sind sie:
    * Das THINC- book „Flamme bin ich sicherlich !“ ist ein Textbuch zu einer 30minütigen Sendung für einige Offene Kanäle, die ich einmal als Laienproduzent herstellte.
    * Die Skulptur zur Deklaration der Menschenrechte ist ein Geschenk von Diabolic Obviate.
    * Das THINC-book über die Ausstellung „Im Tal der künstlichen Körper“ dokumentiert
    insbesondere auch meinen SL- Beitrag zu diesem 3 – Tages Event, namens: „ICH BIN BukTom Bloch !“
    * Die Gedichtautomaten kann, darf und soll man gern mitnehmen- mit einem Klick sagen sie aber (schriftlich) auch jeder sofort einen Text im öffentlichen Chat auf.
    * Zu den Büchern und den zugehörigen Info- Schildern ist zu sagen, daß (außer in den
    Rohlingen) überall der vollständige Text in einer oder mehreren Notecards enthalten ist. Dies gilt für die Bücher. Die Infotafeln zeigen AutorIn und Titel – und werden nach und nach mit Infos befüllt, die zusätzliche Informationen zu AutorIn und Werk als Notecard anbieten. (Diese Arbeiten „laufen“ noch.)
    * Ganz wichtig: Gern kann man die Notecards lesen und mitnehmen – aber auch die kompletten Bücher (copy oder für Null Linden kaufen)! Damit sind Büchertexturen nicht mehr nötig im virtuellen Heim- und für den virtuellen Nachttisch wäre ein gutes (oder lustiges) Buch doch evtl. auch etwas …

    Hochinteressant Pias Vermutungen zu den Fotos. „… rechts die ist ganz klar durch Spiegelung entstanden. Wahrscheinlich eine Computergrafik, vielleicht eine gescannte Struktur, nachbearbeitet mit Farbton und -sättigung probabel im Photoshop…“ Spiegelung und Sättigung stimmt zum Beispiel absolut – allerdings ist es ein RL- Garten (inkl. Brunnendach) aus dem 1. Stock fotografiert.
    Aber noch kurz zur Vision Gallery- tja, da braucht es wohl Zeit … Vorgeschichte ist, daß die Vision immer meine liebgewordene Nachbarin war. Dann kamen die Preiserhöhungen und weitere Unruhen ins SL- Land … Die Ownerin, die sie vormals sponsorte gab mit echter Trauer bekannt, sie könne das Sponsoring nicht weiter aufbringen. Ich schlief eine Nacht über die Information und bat dann an, die Vision auf meine Quadratmeter und meine Prim zu nehmen- sie durfte einfach nicht in die virtuellen Jagdgründe eingehen, fand ich. Leider mußte dann aber auch die vormalige Kuratorin quasi kündigen. Und nun gibt es sie noch … allerdings leider vorerst leer.
    Als neuen Eigentümer oder Besitzer sah ich mich nie- ich habe nicht die Kontakte, bin kein Kurator und zeitlich wäre es auch nicht möglich. Die vormalige Sponsorin, bzw. ihre geschäftliche Partnerin wollten sich um den Fortgang kümmern – und das werden sie auch, denke ich. Sobald es möglich ist.
    Tja und was sagt Pia da noch in dem Zusammenhang: „BukTom hatte doch … Zoff mit Zausel und einigen anderen …“. Ja richtig, stimmt schon. Da gab es Mißverständnisse, da gab es Emotionen. Und Emotionen BEWEGEN etwas. Nicht immer in eine Richtung, die man in dem Moment als angenehm empfindet. Aber wer weiß, wozu später einmal alles gut gewesen sein wird … ?!
    Wichtig ist: „Libri amici, libri magistri !“. Bücher sind Freunde, Bücher sind Lehrer !“
    Ich freue mich über das Wachstum der „Brennenden Buchstaben“, empfehle diese Gruppe und weise auf sie hin. Und, btw., Zauselina Rieko ist eine sehr, sehr gute und sehr eindrucksvolle Schriftstellerin !
    So, nun nochmals Dank für den frischen, amüsanten und informativen Bericht über die unkommerzielle, deutschsprachige Bibliothek Pegasus- und auch dafür, daß der teilweise noch durchaus vorhandene „Baustellencharakter“ nicht überbewertet wurde. JedeR ist willkommen- und zur Zeit läuft auch noch eine kleine literarische Aktion, bei der es etwas zu verdienen und einige Gewinnchancen gibt. MfG BukTom Bloch

  2. Pia Piaggio says:

    Muy buenas, BukTom,

    tausend Dank für Deinen detailreichen Anhang zu Pias Streifzug! So ist nun vermutlich alles gesagt, was Pegasus so antreibt und ausmacht.
    Ja, dass Pia höchst professionell durchs Second Life geht, hat sich mittlerweile wohl schon herumgesprochen. Sie ist jedoch nicht die Einzige, deren Know how jede Sim dem Extremtest unterzieht. Immerhin beginnt das SL von lauter reinen Usern zu leben – eine Entwicklung, die gerade erst beginnt.
    Wenn Pia den Lyric Walk so ohne weiteres erreicht hätte, wäre die Story sicher eine ganz andere geworden. Dank Deiner Landmarke, die mich heute im SL erwartete, hat sie es gerade wirklich noch dorthin geschafft und vermutlich können wir beide froh sein, dass sie dumm genug war, ihn nicht vorher zu finden……
    Das Phänomen mit der Beam-Option ist auch wieder aufgetreten. Zu Pias Verteidigung habe ich mal einen Screenshot gemacht (die Pia ist nämlich ganz schön garstig, weil Du sie so angegangen bist und verlangt von mir, dass ich ihr Image UNBEDINGT wieder gerade rücke!) Nach der Auswahl aus dem Teleport Fenster steht da: „Click beam to teleport“ . Ein „…irrisierendes Feld….“, wie Du erklärst, erscheint leider nicht. Aber vielleicht liegt das ja an meinem spanischen Blick auf den Rechner.

    Hasta la vista,
    Stephanie

  3. PCo says:

    Danke für den erfrischenden Artikel und eure Statements, macht Spass zu lesen.

    Um die Vision Galerie ist es wirklich schade, wen es interessiert, wie sie befüllt aussehen kann, findet im Touch Magazin Oktober 07 zahlreiche Bilder einer anspruchsvollen Ausstellung des Illustrators Günther May (mit 13 anderen Künstlern). http://touch-magazin.de/archiv_oktober_07.html

    Liebe Grüße,
    Pierre.

  4. BukTom Bloch says:

    Hola Stephanie !
    O, weh ! Lo siento muchísimo. … so war es ja gar nicht gemeint. Ich bin untröstlich, Pia garstig zu sehen- werde mich umgehend zum virtuellen Fleurop, o.ä. begeben, um zu versuchen auf diesem Wege etwas zu retten …
    Und das Mistding von Teleport werde ich ersetzen, ganz klar. (Kann ein klein wenig dauern, sind ein Dutzend Einzelstationen …)
    Und dann schreibst Du noch zu LyrikWalk: “ … und vermutlich können wir beide froh sein, dass sie dumm genug war, ihn nicht vorher zu finden……“ (also vor dem Bericht).
    Hm, hm … klingt betrüblich für mich. Danach, daß es dort nicht gefallen hat.
    Analog dem Motto: „Wenn Sie zufrieden waren, sagen Sie es ALLEN- wenn NICHT, sagen Sie es bitte MIR !“ -könntest du mir da mal eine Email oder Äquivalent dazu senden ? Vielleicht könnte ich dann auch dort noch einiges verbessern. (Auf Pegasus rotieren immerhin nun bereits 3 Info- Würfel, die ein kostenloses flight- band, eine detaillierte Flugwegbeschreibung ((„immer geradeaus nach oben!“)) und einen lm/tp- giver beinhalten).
    Danke und nochmals Entschuldigung für das Mißverständnis …
    MfG
    BukTom Bloch

  5. Pia Piaggio says:

    Hola, BukTom,

    yo siento también! Nachdem ich den Kommentar weggegschickt hatte, dachte ich mir noch, dass ich ein wenig netter hätte sein können und nicht gar so garstig. Gestern war allerdings auch echt nicht mein Tag und darum entschuldige bitte mein Fauchen! Ich finde es toll, dass Du das Teleportsystem verbessern willst.
    Unter LyrikWalk hat Pia sich eine Art Kulisse zu den Gedichten vorgestellt. Ein Umfeld, das die Stimmung eines Gedichts in visuellen oder akustischen Eindrücken erlebbar macht.
    Nun hast Du dort droben im Himmel nicht allzuviel Platz, aber für die Umsetzung eines Gedichts in dieser Weise würde es ja reichen.
    Pia war ein wenig enttäuscht, dass sich das Konzept vom Burghof im LyricWalk einfach nur fortsetzte. Oder war sie etwa wieder zu dumm für irgendeine Funktion?
    Heute möchte ich es auf keinen Fall versäumen, Dir für Dein interessantes und ambitioniertes Projekt ganz viel Gelingen zu wünschen – nochmal sorry, dass ich gestern so muy tonta war.

    Un abrazo, Stephanie

  6. BukTom Bloch says:

    Hola Stephanie,
    ja nein, nett muß nicht sein. Und Du warst ja auch im Artikel schon nett … :-) Aber nur durch ehrliche Kritik lernt man ja auch. Und es ist mein Bestreben, alles für jeden ohne Weiteres benutzbar zu machen.
    Ja, zu LyrikWalk. Tatsächlich waren meine Ansprüche da schon immer bescheidener. Konstruktiv verwenden kann ich aber, daß ich schon in den Informationen darauf hinweisen sollte, daß es tatsächlich keine Art Kulisse zu den Gedichten, o.ä. vorstellen soll. Die Idee war einfach, Gedichte / Texte umwanderbar / erkletterbar, im besten Falle „beschreitbar“ zu machen. Das Pia das aber als eine ledigliche Fortsetzung des Innenhofes unten wahrnahm, betrübt und deprimiert mich allerdings sehr. (Vielleicht sollte ich die Prim lieber für interessanteres freimachen.)
    Bei dem Riesen-Buch und der Dia-Text-Wand kann ich dies auch noch verstehen … Bei einem anderen Text fließt im Rahmen Wasser (im Text kommt ja „Träne“ und „Tropfen“ vor). Eine Textsammlung besteht aus waghalsig aufgetürmten Würfeln, mit einer kleinen Leiter kann man auf den Sockel steigen. Der Text „verifikation“ rotiert in mehrfacher Ausführung wild um mehrere Achsen- so wie meine Gefühle und Gedanken, als ich ihn seinerzeit schrieb. „Puzzle“ ist recht gut unterschreitbar und erkletterbar – ich erklimme öfter mal das „JA“ und springe auf der anderen Seite hinunter … Und mein erstes Werk, das aber auch irgendwie das wichtigste ist … Die Wortmauer. Pia hat den Satz entziffert, der sich vor ihr auftürmte ? Hat den anderen Satz gelesen, der an den Seiten und auf den Stufen der Brücke steht ? Ist dann auf dieser Wortbrücke gegangen- so weit – nein, nicht so weit wie es möglich SCHIEN- sondern so weit wie es ihr -unerwartet- tatsächlich möglich war ?
    Viele, die es in meinem Beisein taten waren unmittelbar beeindruckt, das sagten sie jedenfalls – und manches Mal schienen mir die anschließenden Gespräche auch zu zeigen, das dies auch wirklich so war.
    Doch – für mich persönlich hat es sich gelohnt, diesen Traum zu gestalten … Ich muß nachdenken, was weiter zu tun ist …
    Dank und mfG
    BukTom Bloch

  7. Pia Piaggio says:

    Hallo BukTom,

    danke für Deine Erläuterungen. Das ist ein anderes interessantes Konzept für begehbare Gedichte. Also wird Pia wohl nochmal kraxeln müssen, um das von Dir Beschriebene zu erleben…..

    Bis dahin viele Grüsse, Stephanie

  8. BukTom Bloch says:

    Hallo Stephanie- eine letzte Bemerkung erlaubt ? (Soll ja sicherlich nicht zum Forum mutieren, die Kommentarfunktion zum Artikel …)
    Wie war das mit dem „Anstoß in eine Richtung“ ? Pias Bericht hat da viele derselbigen bewirkt…
    Neue Hinweisschilder, ein Intensivtest des TP- Systems mit anschließendem Komplettaustausch, eine bessere Vorankündigung / -beschreibung von LyrikWalk, eine Inspektion selbigen Geländes mit nachfolgender Verbesserung und Einbringen einer Zusatzinstallation, etc. Weiterhin steht nun ein Werk der „Brennenden Buchstaben„ im Pegasus- Regal -das mit den Geschichten ihres letzten Geschichtenwettbewerbes …
    :-)
    Und auch um die Vision Gallery soll sich gekümmert werden.
    Danke Pia.
    Danke Stephanie !
    MfG
    BukTom Bloch

  9. Pia Piaggio says:

    Hi BukTom,

    manchmal bedarf es eben eines kleinen Anstosses, damit Ruhendes in Wallung gerät. Freut mich wirklich sehr, dass Du wieder ordentlich in Fahrt kommst. Auch Dir vielen Dank für Deine Anmerkungen, die wunderschönen Rosen und diesen netten Kommentarwechsel. Man trifft sich sicher im virtuellen Literaturdunst,
    hasta pronto, Pia und Stephanie

  10. BukTom Bloch says:

    Guten Tag,

    ist nach der letzten Bemerkung noch eine allerletzte möglich ?

    Aktuell nämlich:
    Es gibt nun einen, wie ich finde schönen, youtube- Trailer über Pegasus:



    Und:
    An einer bestimmten Mauer im Westjordanland kündet Pegasus nun friedvolle Wünsche- Fotos und Infos hier:
    http://www.omniavincitamor.de/42869.html

    Alles Gute- in allen Welten !

    MfG
    BukTom Bloch

  11. BukTom Bloch says:

    … und eine aller-allerletzte ?

    Guten Tag,

    Im Rahmen des „Germany in 3D“- Projektes konnte auch die deutschsprachige Literatur profitieren.

    Hier einmal der Text der Info- NC:

    Liebe SLerinnen und SLer !

    Hier möchte Pegasus Euch über das Literaturdorf informieren.
    Es ist erst seit wenigen Tagen im Entstehen begriffen.

    Zuvor gab es bereits die
    „Bibliothek Pegasus- Freie Bücher für SL!“
    Die Bibliothek ist strikt unkommerziell, deutschsprachig und heißt alle SL- Bewohnerinnen und Bewohner herzlich willkommen.
    Genau wie dieses Dorf !

    Pegasus war und ist privat finanziert.

    Die Erneuerung, Erweiterung und der Ausbau des Konzeptes, der hier im Literaturdorf PEGASUS begonnen hat und engagiert fortgeführt wird-
    dies alles ist nur möglich durch die Unterstützung der Gruppe „German Welcome Area (GWA)“ und durch das Entgegenkommen der Firma Linden Lab (LL).
    Beiden gebührt große Anerkennung für diese beispielhafte Förderung der Literatur im web 2.0 / web 3D.

    Bücher sind Freunde- Bücher sind Lehrer!
    Sie waren es in mündlich überlieferter Form seit Jahrtausenden, in gedruckter Form seit Jahrhunderten- und sie werden es bleiben und sie werden bestehen in der Ära des Virtuellen, werden den cyberspace durcheilen und auf die Avatare, die Menschen treffen, die ihr Angebot der Freundschaft und der Lehren anzunehmen bereit sind!

    PEGASUS dankt der GWA!
    PEGASUS dankt Linden Lab!

    Hier noch einige Informationen über die Angebote, die entweder bereits eingerichtet wurden, oder in nächster Zukunft realisiert werden:

    Das Literaturdorf bietet Euch zur Zeit etwa 180 Bücher zur Auswahl.
    Viele Klassiker sind dabei und einige von lebenden AutorInnen freigegebene Werke.
    Es handelt sich um gestaltete 1 Prim- Bücher mit dem kompletten Text als Notecard- Angebot- zuweilen sind in den Info- Schildern dazu auch schon weitere Info- NC`s enthalten.
    Die Bücher können gelesen, gern aber auch rezzbar kopiert oder für Null Linden gekauft werden.

    Lyrik, Klassiker, Religionen, Philosophie, Romane, SL-Themen, Heiteres- nicht alles, aber vieles wird geboten.
    (Alle Bücher sind aufgrund ihres Alters und / oder ihres Klassiker- Status copyrightfrei, oder sie wurden von den jeweiligen Autorinnen und Autoren ausdrücklich freigegeben.)

    Auf dem Gelände gibt es noch mancherlei mehr zu sehen. Muster von THINC- und INTELLI- Büchern, sowie von der entsprechenden GNU- Variante dieser „Buchdrucktechniken“ in SL.
    Gedichtautomaten, das ABC- freebie mit full perm rezzbaren Buchstaben (inklusive Umlaute, etc.) und ähnliches ergänzen das Angebot.

    „Pegasus – Freie Bücher für SL !“

    Dank für Eure Aufmerksamkeit.

    Pegasus grüßt herzlich alle BewohnerInnen ! Libri amici – libri magistri !!

    MfG
    BukTom Bloch
    aka
    Burkhard Tomm-Bub, M.A.

  12. BukTom Bloch says:

    Guten Tag,

    zwei kleine Neuheiten gibt es bei Pegasus …
    Darf ich diesen Ort benutzen, um darauf hinzuweisen ?
    In zwei youtube-clips wird es ganz nett erklärt, finde ich …

    http://www.youtube.com/watch?v=fjQKMDUbrvI

    http://www.youtube.com/watch?v=aMxWtAfQktg

    Einmal geht es um die „Hemshof- Friedel“, eine (fast) vergessene Persönlichkeit, weiterhin um Karl May …

    Dank und
    mfG
    BukTom

  13. BukTom Bloch says:

    Hallo ! …ein kleiner Hinweis noch:
    Ein interessanter Bericht / Kurzinterview erschien nun hier:
    http://wasmitbuechern.de/post/315288308/burkhard-tomm-bub-pegasus-ist-die-erste

    … und ich habe bei den Links natürlich auch auf Avameo verwiesen!
    :-)
    MfG
    BukTom

  14. BukTom Bloch says:

    Hallo,
    trotz oder irgendwie grad‘ wegen bestimmter gesundheitlicher Probleme habe ich es schaffen wollen und geschafft, ein kleines Buchprojekt endlich fertig zu stellen „SL ist mehr ! Viel mehr …“.
    Ich danke Euch dafür, daß Ihr dieses bereits unter die „Delicious Links“ aufgenommen habt!
    https://www.epubli.de/shop/showshopelement?pubId=3051
    Übrigens … in der Vorschau ist auch die letzte Seite mit den Danksagungen freigeschaltet- da sind auch ganz bestimmte „Macher“ mit erwähnt … !

    Alles Gute in allen Welten!
    MfG
    BukTom

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