Das Saarland will sich virtuell mit der ganzen Welt vernetzen

Ehrgeizige Pläne haben da die Saarländer ;-).

Auf der Webseite der SHS Foundation liest man u.a.

…Ziel es ist, der Region einen personifizierten Wissensvorteil in Zeiten der Globalisierung zu verschaffen.
Wie weit dieses Netzwerk bereits fortgeschritten ist, verdeutlichte er am Beispiel der bereits bestehenden 52 Sympathieteams, die jeweils eine saarländische Außenstelle in der Welt symbolisieren. Das erklärte Ziel der Stiftung ist es, in jedem der 192 Länder dieser Erde ein eigenes Sympathieteam zu errichten.

Um die SHS Kontaktnetzwerke aufrecht zu erhalten und beständig zu erweitern, bedient sich die Stiftung innovativer Informations- und Kommunikationstechnologien, angefangen von Web 2.0-Plattformen bis hin zu virtuellen Welten im dreidimensionalen Internet.

Wie die Saarbrücker Zeitung berichtet, wurde das „Zukunftsprojekt Virtuelles Saarland“ vergangenen Montag bei der IHK vor gestellt.

Die von den Unternehmensberatern Peter und Michael Hartz geführte SHS Foundation („Saarländer helfen Saarländern“) hat bei „Second life“ sieben so genannte Inseln erworben, auf denen touristische Highlights der einzelnen Landkreise künstlich nachgezeichnet werden, auf denen sich aber auch schon erste renommierte Firmen wie Kohl-Pharma und Saartoto sowie die Industrie- und Handelskammer (IHK) Saar präsentieren.

Kommentare

  1. Ich bin davon überzeugt, dass 3D-Welten erhebliches Potenzial besitzen und das auch für den Business-Bereich. Aber wenn da nur von vernetzen und präsentieren die Rede ist, dann scheint mir das zu wenig. Wichtig sind in meinen Augen eine inhaltliche Ausrichtung und ein klar erkennbarer Nutzen für die Besucher. Sonst wird das nichts…

  2. @Christian: Das Problem ist in der Tat, dass die meisten Frmen, die den Mut haben, sich mit Virtuellen Welten ernsthaft zu beschäftigen, nach meiner Schätzung höchstens 10% der Möglichkeiten des 3D Internets nutzen.

    Aber so war das auch mit den zweidimensionalen Internet. Zunächst stellte man nur Printprodukte online, sprich Flyer, Plakate, Prospekte, erst später kamen die Anwendungen, die interaktiven Elemente bis wir schließlich das Web 2.0 mit dem User generated Content erreichten.

    Mit dem 3D-Internet ist es ähnlich. Die Meisten Anwender stellen zunächst nur Ihre 2D-Webauftritte ins 3D-Internet, ohne tatsächlich die zusätzliche, dritte Dimension wirklich zu nutzen :-)

    Das wird noch ein wenig dauern …. Im Moment Durchlaufen wir zunächst die Phase eines Erkenntniss- und Definitionsprozesses, indem (a) erkannt wird, dass das Ganze doch keine Spielerei und Blödsinn ist und (b) Definitionen entwickelt werden.

    Vorzeigeprojekte, wie die Forschung die SAP in Second Life oder die Durchführung realer psychologischer Experimente des Institut für Wissensmedien aus Tübingen sind hier eher die Ausnahme.

  3. So lange sie realistisch einschätzen können, auf was sie sich da einlassen, ist das ja auch ok. Nur wenn ich lese, dass es darum geht, das Saarland in SL zu „präsentieren“, dann klingt das so nach vorprogrammiertem Frust.

  4. joh. Picmac says:

    Das Second-Life-Saarland wurde Ende 2010 abgeschaltet.

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